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Gesundheit

Ist Skaten bzw. Speedskaten gesund?

Durch die Gleitbewegung ist Skaten/Speedskaten eine gelenkschonende Sportart (vergleichbar mit Skilanglauf & Eisschnelllauf) die auch bis ins hohe Alter betrieben werden kann. Vorausgesetzt man trägt immer genügend Schutzausrüstung, ist Speedskaten sehr gesund.

Weitere Vorteile:

  • In Gegensatz zum Laufen sind die Knie nicht der Stoßbelastung ausgesetzt.
  • Herzkreislaufbelastung ist vergleichbar mit Radsport
  • Die Muskeln des gesamten Körper werden trainiert.
  • Man ist meist an der frischen Luft und verbessert damit den Sauerstoffhaushalt des gesamten Körpers.
  • Die gute Laune innerhalb der Gruppe rundet das Paket ab, wichtig ist den Sport nicht so ernst und verbissen zu betreiben und das Lachen dabei nicht vergessen.

Bekomme ich Rückschmerzen durch den tieferen Skatestil?

Nein, wenn man nicht gerade acht Stunden am Tag trainiert. Meist ist es auch ein falscher Fahrstil der zu Reizung im Lendenwirbelbereich führt. Diese Haltungsfehler kann man allein schlecht überprüfen und sind deshalb innerhalb eines Vereins besser abzustellen. Auch schleichen sich immer wieder Fehler in den Fahrstil ein, die dann von anderen Trainingspartner berichtigt werden können.

Schmerzstellen im Skate oder Carbonschuhen?

Besonders Anfänger habe nach der ersten längeren Tour Blasen oder Hautverletzungen an den Füßen, hervor gerufen durch schlechte Passform der Skates. Deshalb vor einer längeren Tour die gefährdeten Stellen mit Pflaster oder Tape abkleben, das sind in der Regel, Knöchel und Fersenpartienen.

Die meisten Carbonschuh können wärmeverformt werden, wenn man nicht gerade extreme Füße hat sollte die Anpassung klappen. Tipp: Carbonschuhe in Fachgeschäft kaufen oder sich zur Anprobe zuschicken lassen. Wenn ein Schuh nicht "ungefähr" passt wird man bei Anpassen (Wärmeverformen) keine Freude haben. Sonst bleibt nur die Anschaffung eines teueren Maßschuhes, aber auch dabei ist man nicht immer auf der sicheren Seite. Auf jeden Fall ist das Anpassen von Carbon ein langer Prozeß, da sich manche Druckstellen erst bei längeren Strecken bemerkbar machen. Einen Fachmann zur Seite zu haben ist dann nicht schlecht. Wenn man z.B. durch Urlaub 2-3 Wochen nicht mehr im Schuhen stand, braucht es auch wieder ein paar Tage Eingewöhnung.

Ernährungstipps für Training und Wettkampf?

Skaten und Speedskaten sind Ausdauersportarten deshalb steht die Versorgung des Körpers mit Kohlehydraten und Flüssigkeit im Vordergrund. Tipp: Bei langen Ausfahren immer ein paar Energieriegel und Trinken dabei haben. Eine Unterversorgung im Flüssigkeitsbereich kann 10% und mehr Leistung kosten. Über die Sportler-Ernährung könnte man hier eine ganze Doktorarbeiten schreiben und es ist auch zu sehr von jeder einzeln Person (Trainingsstand, Wettkampfform) abhängig.

Tipps bei Skaterblessuren?

Hautabschürfungen gehören leider zum Leben eines jeden Speedskaters, mindestens 1-2 erwischt es im Jahr mehr oder weniger. Es gibt jetzt schon Spezialplaster, die die Heilung beschleunigen. Großflächige Wunden (auch liebevoll Skater-Pizza genannt) sind immer noch ein Problem, besonders beim Schlafen nässen sie am Betttuch. Sie zu vermeiden gibt es nur spezielles Falltraining und Schutzausrüstung wie Kevlar-Arm- und -Beinlinge. Neuerdings gibt es auch Hosen mit eingearbeitet Kelvarpolstern.

Unfälle?

Beim Skaten und Speedskaten gibs leider keine Airbags oder Überrollbügel (wie bei Autos), deshalb gilt es lieber mal zuviel abbremsen oder die Speed rausnehmen, als einen schweren Unfall zu riskieren. Außerdem gibst es beim wieder Beschleunigen einen zusätzlichen Trainingseffekt! Es gibt nichts schlimmeres als mitten im Jahr für mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt zu sein und dann von den Anderen von den schönsten Touren/Rennen berichtet zu bekommen.

Aufwärmen vorm Skaten

Übungen vor und nach dem Training (wie Dehnungen) sind wichtig, sie setzen das Verletzungsrisko durch Zerrungen etc. herab. Innerhalb einer Gruppe denkt doch bitte öfters an die diese Übungen! Auch sollte das Training maßvoll beginnen und den Körper nicht von 0 auf 100 bringen, das macht man bei einem "kalten" Auto ja auch nicht.

Pulsmesser

Es ist sinnvoll mit Pulsmesser zu fahren, damit man beim Training im richtigen Leistungsbereich fährt. Je nach Alter, Geschlecht und Trainingsstand sollten bestimmte Werte nicht überschritten werden bzw. je nach Trainingsform im richtigen Leistungsbereich bleiben. So eine Faustformel ist - höchster Pulswert = 220 minus Altersjahre

Beispiel für Vierzigjährigen - 220 minus 40 = 180 maximal Pulswert.

Windbreaker

In den Wintermonaten sollte man unbedingt einen Windbreaker tragen als Unterwäsche oder Top. Durch die Geschwindigkeit erniedrigt sich die gefühlte Temperatur um ca. 5 Grad pro 10 km/h .

Sportärzliche Untersuchung

Wer sich für den Leistungssport entscheidet, sollte sich davor von einem Arzt richtig durchchecken lassen. Das Ausdauertraining verringert das Risiko einen Herz- oder Hirninfarkt zu bekommen, wichtig ist jedoch die Trainingsitensität langsam zu steigern. Eine Vorsorge-Untersuchung ist wichtig, bei einer Lizenz ist sie Pflicht. Der Verein kann kostengünstige Arztadressen vermitteln.

Frauen & Speedskaten

Im Gegensatz zum Laufen, ist beim Speedskaten der Sport-BH nicht "Pflicht", da hier die Auf- und Abbewegung des Körper entfällt und zwängt deshalb auch nicht ein.

Ernährung bei Wettkämpfen

Im Allgemeinen sind die Wettkämpfe (bis Marathondistanz) von der Zeitdauer und Belastung zu kurz, das man große Mengen von Nahrungsmittel "nachführen" muß. Erst ab Zeiten von 1 1/2 Stunden ist es wichtig in Form von leicht verdaulichen Essen für Nachschub zu sorgen. Vorteil vom Speedskaten im Gegensatz zur Laufbewegung gibt es keine Erschütterung die den Magen an der Verdauung hindern könnte.

Stürze vermeiden

Um auf Stürze vorbereitet zu sein, sollte man auch mal Trockenübungen machen, z.B. in der Turnhalle auf Matten. Auch den Ausflug ins "Grüne", also den Rasen-Stopp mal mit langsamer Speed antesten.

Training in der Kälte

Zwar kann man im Wintertraining durch entsprechende Funktionskleidung den Körper gegen die Kälte schützen, nicht aber die Atemluft zu den Lungen. Neueste Untersuchungen haben gezeigt das ein Training bei unter 10 Grad eher schädlich ist, als ein positiven Trainingseffekt zeigt. Deshalb ist im kalten Wintermonaten ein Indoortraining immer vorzuziehen. Zugang als Einzelperson hat man zu Hallen etc. meist nicht, so das sich der Anschluß an einen Verein auch hier lohnt. Im Bereich des Indoortraining bietet Speedfuchs über die Wintermonate ein interesantes Angebot an.

Ernährung für Sportler

Die Zusammensetzung der Nahrung ist abhängig von der Belastung die gefordert wird, bei Ausdauersportarten geht man von 55-60% Kohlenhydrate, 25-30 % Fett, 10 -15% Eiweiß aus.

Die Ernährung soll sich positiv auf die Glycogenspeicher auswirken, sie entscheiden über die Leistungsfähigkeit. Eine gute Kohlenhydratzufuhr ist die Voraussetzung für maximale Glycogenvorräte.

Gute Kohlenhydratquellen sind:

  • Vollkornbrotwaren
  • Vollkornnudeln
  • Ungeschälter Reis
  • Kartoffeln
  • Getreideflocken, Müsli mit frischen Obst

Man unterscheidet zwischen "guten" und "schlechte" Kohlenhydraten. Schlechte sind z.B. Auszugsmehle, Haushaltszucker, Fruchtzucker, denn sie stehen nicht im Kontext mit Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien, Pflanzenstoffen und Bioaktiven.

Die Ernährung sollte auf den Sportler (Größe, Gewicht, Geschlecht) und Anforderung zugeschnitten sein.

Noch Fragen?

Mehr Tipps zum Thema im Mitgliederforum.

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