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Tipps zur Ausrüstung
HelmNie ohne Helm fahren! Auch geübte Fahrer sind nie "oben ohne" unterwegs. Nach einem Sturz sollte der Helm ggf. nicht mehr verwendet werden, da hierbei Risse entstanden sein könnten. Stunthelme aus einer Polyäthylenschale mit dünner Schaumstoffeinlage sind für viele, aber energiearme Stöße ausgelegt, wie sie eben beim Stuntfahren auftreten. Für die hohen Geschwindigkeiten beim Speedskaten/Radfahren haben diese weder die nötige Festigkeit, noch die Knautschzone sondern geben den "Schlag" weiter. Speedskating / Fahrradhelme sind eben auf den einen energiereichen Aufprall berechnet. Der Grundsatz bei uns gilt, kein Helm = kein Training! Denn von den wenigen Todesfälle, die es bisher beim Skaten gab, dürften viele auf Kopfverletzungen (ohne Helm) zurückzuführen sein. Meist überschätzen Anfänger ihrer Leistungen und sind sich der Gefahr nicht bewußt. Wichtig den Helm nicht zu groß kaufen, damit er beim Sturz nicht abrutscht. Ist ein Helm nach einem Sturz beschädigt, sollte er ausgewechselt werden, da er seine Schutzwirkung verlieren kann. Vermehrt wird auch bei Skatenights die Helmpflicht eingeführt. TNS Stuttgart hat hier eine Vorreiterrolle gespielt. ProtektorenJe nach seinen fahrerischen Fähigkeiten sollte man die Wahl seiner Protektoren treffen. Geübte Skater tragen häufig nur Handschoner, andere auch Knie & Ellenbogenschoner. Jedoch können auch geübte Skater z.B. wegen mangelnder Konzentration fallen. Auch hier gilt die Wahl nach den Anforderungen zu messen, neue Technikübungen sollte erst mal gut geschützt angegangen werden. Bemerkung: Sieht zwar "Cool" aus ohne Protektoren zu fahren, aber "uncool" sind nie verheilende Knie, etc. (kleiner Tipp an die Damen im Sommer). Hautabschürfungen gehören leider zum Leben eines jeden Speedskaters, mindestens 1-2 erwischt es im Jahr mehr oder weniger schwer. Dagegen hat die Industrie jetzt Kevlararm- oder Beinling bzw. Hosen mit Kevlareinsätze auf den Markt gebracht. Bei Rennen sind sie oft angebracht, da es sich im Eifer des Gefechtes doch mehr zu Stürzen kommt. Aber manchmal gilt auch hier Murphys-Gesetz, es schmeißt einen hin, wenn man sie nicht an hat. BekleidungSollte enganliegend, atmungsaktiv und ein wenig aerodynamisch sein. Auch ausreichend Bewegungsfreiheit sollte sie bieten und ggf. an den richtigen Stellen Kevlareinsätze besitzen. Wichtig das man moderne Sportmaterialien trägt, damit man eine gute Atmungsfunktion mit Schweißabführung und damit keine Geruchsentwicklung hat. SchuheEs gibt nicht die Schuhmarke für alle, sondern die Marke für den Fuß des Skaters. Jeder Fuß ist anders, am besten testen und probieren, in einem großen Verein hat man auch die Möglichkeit, auf die Erfahrungen anderer Mitglieder zurück zugreifen bzw. auch ihre Schuhe zu testen. Auf jeden Fall sollte bei einem Carbonschuh einige Zeit drinstehen. Man unterscheidet in vier Arten von Schuhen:
Der Kunststoffschuh weist fast das gleiche Gewicht auf. Allerdings kann durch Aussparungen in der Schale (Cutouts) Gewicht eingespart werden. Dies ist mit Carbon nicht möglich. Je nach Materialwahl lassen sich Kunststoffe ebenfalls thermisch verformen. Die Temperaturen liegen ca. bei 100-120 Grad Celsius und die Verweildauer ist etwas länger (ca. 15 Minuten); es gibt aber auch Kunststoffe, die einfacher verformbar sind. Carbon ist als Material eigentlich nicht verformbar. Dazu müssen sog. Thermosheets eingearbeitet werden SchienenViele Speedskater fahren eine fünf Rollen Konstruktion mit 84mm Rollen. "Vierroller" gibt es dann wieder bei größeren Durchmesser ab 90mm oder 100mm. Im Speedbereich waren die Lochabstände auf 16,5 cm genormt. Fast alle Schuhe und Schienen hatten diesen Abstand, deswegen konnte man Schuhe und Schienen verschiedener Marken kombinieren. Zu beachten ist allerdings die angebotene Hardware der Hersteller. Bei Bont beispielsweise müssen M8-Schrauben verwendet werden. Die meisten anderen Anbieter verwenden M6-Schrauben. Durch den Trend zur 100mm-Schiene sind einige Anbieter dazu übergegangen, die Norm der Lochabstände von 16,5cm auf zu vergrößern. Fila ist da als Vorreiter zu nennen. Durch die Verwendung von 4x 100mm Rollen würde man als Skater deutlich höher auf dem Skate stehen als mit einer 84mm Schiene. Dies führt zu einer hohen Instabilität. Durch die Erweiterung der Lochabstände kann dieses Problem umgangen werden. Nachteil: Der Skater muß sich einen kompletten neuen Schuh kaufen und kann nicht mehr mit Schienen anderer Hersteller wechseln. Andere Firmen bieten 100mm Schienen mit 16,5 Lochabstand an, allerdings mit dem Kompromiß, an zweiter Position eine kleinere Rolle einzusetzen (80m, 84mm oder 90mm). Nachteil: unterschiedliches Fahrverhalten der einzelnen Rolle gegenüber der 100er Rolle (bei 90mm nicht ganz so extrem). Für Kinder empfiehlt es sich eine 4er Schiene zu nehmen, da es ansonsten zu Koordinationsproblemen kommen kann und die Kinder sich eine falsche Technik angewöhnen. Auch für manche Fitnesskater kann es sinnvoller sein mit einer etwas längeren 4er Schiene zu beginnen, da es eine große Umstellung ist, von Fitness auf Speedskates umzusteigen. Klappschiene hat sich im Inlinerbereich nicht durchgesetzt, aber auf dem Eis ist sie nicht mehr wegzudenken. Neueste Schienenkombi ist jetzt die 5x90mm Schiene, die aber wohl den meisten Damen zu lang sein dürfte. Material: Schienen unterscheiden sich zum einen durch die verwendeten Materialien. Neben dem bekannten Aluminium ist Magnesium eine sehr leichte Alternative. Kunststoff-Schienen haben sich im Speedskating nicht durchgesetzt, da diese zu viel Energie abgeben und somit langsamer sind. Aber auch bei Aluminium gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen (7000er und 6000er Aluminium). Für anspruchsvolle Fahrer sollte die Schiene schon aus Alu 7000er sein. Bauweise: Unterschiede gibt es auch in der Bauweise der Schienen. Schienen, die durch eine zusätzliche Brücke zwischen den Rollen verstärkt sind, werden nach dem double voided Prinzip gebaut, wohin einfache Schienen ohne diese Brücken single voided Schienen genannt werden. Der Vorteil in der Verstärkung liegt in der höheren Steifigkeit, die zu einer besseren Kraftübertragung führt. Je nach Länge der Schiene lassen sich bis zu 84mm Rollen oder sogar noch größere Rollen fahren. Der Trend im Jahr 2003 ging deutlich zu 84mm Rollen. Mittlerweile bieten alle Firmen 100mm Schienen an; ja selbst über 125mm Schienen wird nachgedacht. Bei diesen Rollengrößen sind aber nur 4 Rollen erlaubt, da sonst die im Wettkampf erlaubte Schienenlänge von 50cm überschritten würde. Bei Kindern ist die Rollengröße bis zu bestimmten Altersklassen auf 80mm beschränkt. Eine andere Variante der Speedschienen sind sogenannte Monoframes. Monoframes sind einwandige Schienen, die das Rollentauschen erleichtern. Bislang haben sich diese Schienen aber noch nicht durchgesetzt und man darf hier ebenso auf die Entwicklung gespannt sein wie bei den Schienen mit 100mm Rollendurchmesser oder größer. AchsenMittlerweile haben wir bei den Achsen zwei Veränderungen vorgenommen:
SpacerWelche Spacer passen auf meinen Speedskate? Speedskates haben in der Regel 8mm Achsen, deswegen brauchen wir 8mm Spacer. Man unterscheidet in Spacern für Micro Lager (688 Serie) und normale Kugellager (606 Serie). Manchmal gibt es Probleme mit der Breite der Rollenkerne, so dass die Spacer nicht genau passen (tritt meist nur bei 688 Spacern auf). Durch zu kleine Spacer wird beim Festziehen der Achsen die Rolle in die Schiene eingeklemmt und läuft nicht rund bzw. schleift. In diesem Fall müssen etwas längere Spacer eingesetzt werden (14,4mm) Richtige SchienenpositionDie Ausrichtung der Schiene richtet sich individuell nach den Füßen und der Lauftechnik des Skaters. Mittig: In der Regel sollte die Schiene nicht schräg, sondern relativ gerade unter den Schuh montiert werden. Bei Einsteigern empfiehlt es sich, die Schiene ungefähr mittig zu montieren. Mittig bis Innenkante: Viele Skater montieren die Schiene auch gerade mehr in Richtung Fußinnenkante, damit man beim Skaten leichter auf die Außenkante kommt und den Abdruckweg verlängert. Ausrichtung der Schiene nach vorne bzw. hinten: Auch hier ist die Montage abhängig von den Fahrkünsten des Einzelnen. Folgende allgemeine Tipps kann man geben:
Für die Montage benötigen man pro Schuh: Je 1 Schraube (und Unterlegscheibe) für vorne und hinten. Die Verwendung einer Unterlegscheibe hat den Vorteil, daß die Anpressdruckfläche hierdurch vergrößert wird. Achten Sie darauf, daß Sie die Schraube, die Ihre Schiene am Schuh befestigt, fest anziehen! Nicht, daß sie sich während der Fahrt löst. Sollte sich die Schiene dennoch während der Fahrt lösen, hört man es in der Regel schon frühzeitig, indem es am Schuh klappert. Wenn sich Ihre Schiene häufiger vom Schuh löst, obwohl Sie Ihre Schrauben fest angezogen haben, hilft es Ihnen wenn Sie einen Sprengring (erhältlich in Baumärkten) unterlegen. Dadurch können Sie in der Regel dieses Problem beheben. Wenn Sie ihre endgültige Schuhposition gefunden haben, können Sie die Schraube mit speziellen Klebern sichern, z.B. mit Nylok, Loktide, die Sie in Baumärkten erhalten. RollenRollen sind die Reifen des Skater oder Speedskaters. Auch hier gilt ähnlich wie bei Schuhen, es gibt nicht die Rolle für alle Skater, hier spielt Gewicht und Fahrtechnik der Person eine große Rolle. Verwirrend ist, dass es eine Norm für die Härtegrade der Rollen gibt, aber die Hersteller sich nicht daran halten. Meist fällt die Wahl auf 83A (Damen) & 85A (Herren). Rollen die gute Fahreigenschaften aufweisen, sind unserer Erfahrung nach sehr verschleißanfällig. Vor allem der T-Break ist der Tod für eine gute Rolle. Die richtige Auswahl der Rollen kann eine entscheidene Rolle bei einem Rennen haben, nicht nur wegen Regen und Belag, sondern auch bezogen auf das Verhältnis Gewicht des Fahrers und der Rollenhärte. Denn die Anteile des Walkwiderstandes mit 30% und des Abrollwiderstand mit 16% am Gesamtwiderstand spielen hier wirklich eine "große" Rolle. Hier ist das Geld am besten eingesetzt. Regel für die Härte:
Regeln für die Form
Regeln zur Rollengröße:
Regeln zur Bezeichnung
Trotz aller Normen muß man selbst im Training die richtigen Rollenmarke und Härte finden. Wartung der RollenUnruhiges Laufen der Rollen ist meist auf eine einseitige Abnutzung der Rollen zurückzuführen. Meist nutzt sich die Innenseite der Rolle schneller ab, als die Außenseite. Um einen gleichmäßigen Abrieb der Rollen zu erreiche und die Stabilität beim Skaten zu verbessern, sollten die Rollen in regelmäßigen Abständen gewechselt werden. Gehen Sie dabei wie folgt vor. Bei 4 Rollen:
Und umgekehrt. Der Aufdruck der Rolle muß immer nach außen zeigen. Bei 5 Rollen
Und umgekehrt. Der Aufdruck der Rolle muß immer nach außen zeigen. LagerEs gibt zwei verschiedene Arten von Lager, Standardlager und Minilager, welche von beiden schneller sind liegt vom Hersteller und der Anwendung ab. In der Vergangenheit haben wir gute Erfahrungen mit Minilagern (688) gemacht, aber da der Trend jetzt mehr zu großen Rollen geht, ist damit jetzt wieder die Standardgröße (608) bei Lagern im Vordergrund. Minilager können auch mit Adapter in Standardrollen eingebaut werden. Man sollte bei den Lagern keinen Materialoverkill betreiben, denn der Anteil der Lager am Gesamtwiderstand beträgt nur 2%. Die Qualität der Kugellager kann stark variieren. Zur Qualitätsbeurteilung von Kugellagern hat sich die sogenannte ABEC-Bezeichnung (Annular Bearing Engeneering Committee) durchgestzt. ABEC ist ein Fertigungsstandard bezüglich Laufgenauigkeit und Toleranz der Lager. In der Regel werden ABEC 1, 3, 5 und 7 Kugellager angeboten. Die Qualität steigt entsprechen des ABEC-Grades. Messtoleranzen bei KugellagernABEC 1 = 0,008 mm Hinweis: Ein schlecht geschmiertes ABEC 7 Kugellager kann qualitativ schlechter als ein leichtläufiges ABEC 1 Lager sein.
Mini-Kugellager tragen die Bezeichnung 688. Sie sind kleiner als die Kugelleger der Serie 608 und somit auch leichter. Die Verwendung von Mini-Kugellagern setzt voraus, dass geeignete Rollen mit dem entsprechend ausgestatten Kern benutzt werden. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Adaptern, die dann den Gebrauch herkömmlicher Rollen möglich machen. Mini-Kugellager finden besonders im Speedskating Verwendung. Hier werden gegenüber Modellen mit 608 Kugellagern bis zu 200 g (Kugellager + Rolle) Gewicht eingespart. Das Material der Kugellager variiert von Chromstahl über Titanium bis hin zu Keramik. Keramik-Kugellager (mit Keramik-Bällen) benötigen aufgrund ihrer Materialeigenschaften keine Öle oder Fette und sind somit auch relativ wartungsarm. Keramik-Kugellager haben hervorragende Laufeigenschaften. Dies spiegelt sich dies auch im Preis wieder. Kugellager mit zwei Metalldeckscheiben tragen die Bezeichnung "ZZ". Ein Standardkugellager hat also die Bezeichnung 606ZZ. Wird nur eine Deckscheibe verwendet, so trägt es die Bezeichnung 608Z. Die offene Seite wird dabei immer nach innen gerichtet in die Rolle eingebaut. Vorteil eines Halboffenen Kugellagers: Leichtere Wartung. Kugellager mit der Zusatzbezeichnung 2RS weisen auf ein staub- und wasserresistentes Lager hin. Hier werden Metalldeckscheiben verwendet, die mit einem Gummiring versehen sind, der Staub und Wasser vom Kugellager fernhält, ein Eindringen aber nicht ganz verhindern kann. Mittlerweile gibt es auch 100% rostfreie Kugellager. Eine spezielle Beschichtung verhindert das Korrodieren der Kugeln und Lager. Somit müssen Kugellager nicht mehr nach jeder Fahrt im Regen gesäubert und gewartet werden. SpacerZwischen den beiden Kugellagern sitzen die Spacer. Diese sind aus Aluminium, Stahl oder Messing gefertigt. Kunststoff-Spacer werden bei qualitativ minderwertigen Skates verwendet. Micro oder Macro Lager?Auch dies ist eine häufig gestellte Frage. Nachdem die 688er Micro-Kugellager eine Zeitlang IN waren, sind viele Speedskater wieder auf den herkömmlichen 608er Lager umgeschwenkt. Die kleineren Lager haben keine Nennenswerten Vorteile bei höherem Preis und sind etwas schwieriger in der Pflege, da alles etwas kleiner ist. Mit dem Trend zu größeren Rollen (84mm) werden die kleinen Kugellager aber wieder interessanter, da so wieder Gewicht eingespart werden kann.
Im Mitglieder-Forum findet man Tipps für die Lagerpflege. Wie reinige ich meine Kugellager?Drehen die Lager nicht mehr frei oder sind knirschende Geräusche hörbar, weist dies auf verschmutzte Kugellager hin. Um den Geldbeutel zu schonen, sollten Sie Ihre Lager regelmäßig reinigen (z.B.: in einem Reinigungsbad/Zitruslösung) Man geht wie folgt vor:
Was ist der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Kugellagern? Geschlossene Kugellager haben beidseitig eine Deckscheibe, die Dreck, Staub und Wasser abhalten soll. Die Deckscheibe kann aus Metall sein oder ist gummiert. Letztgenannte halten den Schmutz etwas länger vom Lagerinnern fern. Kugellager mit Labyrinthdeckscheibe wie die Black Rain (Powerslide) sind sogar noch dichter. Da haben es Schmutz und Wasser richtig schwer reinzukommen. Aber auch hier müssen die Kugellager von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Offene Kugellager sind meist nur auf einer Seite mit einer Deckscheibe geschlossen. Manche Skater lassen auch beide Deckscheiben weg. Vorteil: Die Reinigung/Wartung geht schneller, allerdings kommt auch schneller Dreck und Wasser rein und das Schmiermittel, egal ob Öl, Gel oder Fett kann schneller entweichen. SportbrilleSportbrille schützt gegen Insekten, Staub und schädliche Winde, beachte das diese auch nicht im Winter beschlagen. Wer schon mal eine Fliege bei 30 Sachen abbekommen hat, weiß was wir damit meinen. GetränkeflaschenGetränkeflaschen nur aus Kunststoff, Aluflaschen können beim Sturz ernste Verletzungen verursachen, da sie nicht nachgeben. Für große Touren ist ein "Camelpack" sehr praktisch, durch den Schlauch kann man während der Fahrt ohne viele Handling trinken. PulsmesserPulsmesser gibt es in der Auswahl von einfachen Modell (Aldi) bis zum High-End mit GPS. Fährt man öfter in Gruppen sollte der Pulsmesser codiert sein, damit man nicht noch den Puls anderer Mitfahrer mit auf dem Pulsmesser hat. Der Marktführer Polar bietet entsprechende Software zum Auswerten der Trainingsergebnisse. Leider können auch die besten System durch Störsignale wie Hochspannungleitungen etc. gestört werden. TempomessungDie Tempomessung per Skates ist leider nicht so einfach, Rollen fahren sich ab und die Impulsnehmer werden doch mehr belastet als z.B. bei einem Fahrrad. Teilweise werden auch spezielle Rollen gebraucht oder der Adapter des Systems passt nicht in die "neuen" Rollen. Nur GPS-Systeme zeigen zuverlässig die Speedwerte und Entfernungen an, allerdings sollte diese "freies" Blickfeld zum Sateliten haben (Innenstadt Hochhäuser). Störsignale: siehe Pulsmesser. Nützliches Beiwerk beim SkatenBei Touren oder Trainingsausfahrten sollte man neben einem Sechskantschlüssel, Trinkflasche, Handy, auch ein paar Euro einstecken. Ob ein Regenschauer oder Verletzung zum Abbruch zwingen, es kann recht nützlich sein etwas Bargeld dabei zuhaben. Ein Handy kann im Notfall Rettung beiholen, besonders ratsam wenn man allein in einsamen Gegenden unterwegs ist. Zur Unterbringung aller Dingen eignet sich eine Gürteltasche oder eben ein Trikot mit vielen Rückentaschen am besten. WinterbekleidungIm Winter ist Funktionswäsche sehr wichtig, da durch die Geschwindigkeit sich die Temperaturen pro 10 km/h um 5 Grad erniedrigt. Entweder als Unterwäsche oder eben als oberste Lage. Die Gefahr des Auskühlen trotz Bewegung ist nicht zu unterschätzen. Es sollte immer mindestens ein Windbreaker getragen werden, da das Auskühlen im Brustbereich meist "heftige" Folgen hat. Vor großen und längeren Ausfahren das gesamte Set mal alleine testen, ob es warm hält. Das andere Extrem ist viel zu viel anzuziehen und dann innerlich zu "verbrennen" bzw. im eigenen Saft einzugehen, weil die Funktionwäsche die hohe Schweißproduktion nicht mehr nach außen abführen kann. Fahrer von Carbonschuh sollten sich Überschuhe besorgen, ähnlich wie sie von Radfahren benutzt werden, da Carbonschuhe eine schlechten Isolierwert haben. Auch hier gilt das Motto "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung". Pflege SkatesIn erster Linie ist es eine Frage wie man seine Sachen pflegt, damit sie lange halten und man daran Freude hat. Nach einer Regenfahrt sollte man die Schuhe von innen mit Zeitungspapier ausstopfen und im Trockenen aufstellen (nicht zu nahe an der Heizung). Schienen und Rollen erst trockenen lassen, dann mit einer weichen Brüste säubern, ggf. auch die Lager aus den Rollen ausbauen. Carbonschuhe mit Lederoberfläche sollten auch etwas eingefettet werden. Haltbarkeit SkatesSoftboots treten sich mit der Zeit aus, hängt von Fahrweise, Gewicht des Skaters und Kilometerleistung ab. Carbonschuh halten zwar länger aber auch nicht ewig, auch lassen sie sich nicht beliebig oft wärmeverformen. Je nach Firma und Preis liegt die Lebensdauer bei ca 5000 bis 10000 km. Verformen CarbonschuhNach unserer Erfahrung ist es besser nicht alleine, sondern mit einem guten Freund die Hitzeverformung eines Carbonschuhs in Angriff zunehmen. Hersteller nach richtiger Temperatur anfragen. Faustformel: der Schuh sollte schon bei Kauf grob gut passen, dann braucht man ihn nur teilweise verformen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Speedschuhe zu verformen, anzupassen. Hier die einfachsten: Mit einem Industriefön:Den Schuh von Innen und außen im Knöchelbereich oder die Problemzonen mit dem Fön erhitzen. Dabei muss man aufpassen, dass das Leder/Obermaterial nicht verbrannt wird. Zwischendurch immer wieder nachprüfen, ob das Material im Knöchelbereich schon warm und weich, also verformbar ist. Danach die warmen Schuhe sofort anziehen und sehr fest zuschnüren. Die Knie sollen dann über den Fußspitzen sein, damit eine Position wie beim Skaten erreicht wird. Die Schuhe solange am Fuß lassen, bis sie erkaltet sind. Der Abkühlungsprozess kann beschleunigt werden, indem der erhitzte Bereich mit feuchten, kalten Tüchern abgedeckt oder mit Eisspray eingesprüht wird. In einem Ofen:Den Ofen auf ca. 95º C vorheizen. Den Schuh mit montierter Schiene in die Mitte des Ofens stellen und darauf achten, das der Schuh nicht an heiße Teile im Ofen kommen kann. Die Schnürsenkelenden sollte man in den Schuh stecken. Nach 5 Minuten überprüfen, ob das Material schon weich geworden ist, falls nicht, im Minutentakt checken, bis das Material leicht nachgiebig ist. NICHT ÜBERHITZEN!!! Schuhe aus dem Ofen nehmen, fest anziehen und warten bis die Schuhe abgekühlt sind. Ausrüstung Damen / HerrenEs wurde von einigen Hersteller schon Versuche unternommen extra für Frauen Skates anzubieten, allerdings war die Nachfrage nicht besonders hoch. Der Frauenskate sollte schmäler geschnitten sein, das Fußbett ist ausgeprägter und der Schaft ist niedriger, da der weibliche Wadenansatz tiefer liegt. Auf Grund der Schuhgrößen werden die kleine Größen in der Formung mehr für die Damen hergestellt. Statt High Heels > High Wheels. In der Bekleidung gibt es von der Funktion keine Unterschiede, höchstens in Form und Farbe. Auf jeden Fall immer möglichst eng anliegend wegen des Windwiderstandes und des besseren Schweißabführung. Trikot kontra RennanzugEin Rennanzug, auch liebevoll Rennkondom genannt, sieht "cool" aus, aber bringt vom CW-Wert keinen Vorteil. Nachteil bei Stürzen, man kann im Gegensatz zu einem Zweiteiler nicht ein Teil auswechseln, sondern muß den gesamten Anzug "entsorgen". Außerdem werden Rennanzüge mit Kevlareinsätzen richtig teuer. Ähnlich zu Radtrikots sollte man mindestens eine Rücktasche für Trickflasche haben. Pro Rennanzug, er sieht halt "cooler" aus. UnterwäscheSollte ebenfalls aus Funktionsmaterial sein, damit der Schweiß nach außen transportiert werden kann. Neuerdings gibt es auch Unterwäsche aus Kevlar, besonders bei den Damen beliebt. ChipmontageWichtig für die Zeitmessung bei Rennen ist der Chip. Es gibt ihn von verschiedenen Herstellern, meist gleich aufgebaut arbeitet er nach dem Induktionsprinzip. Eine falsche Montage kann die Bestzeit versauen. Der Chip sollte immer in Fahrtrichtung (Spule) am besten oben auf der Spitze des Schuhes gut befestigt werden. Niemals direkt an der Schiene (Metall stört) oder zu hoch z.B. oberhalb des Schuhes. Auch wenn man ihn unter der Abdecklasche "versteckt" kann es Probleme geben. Licht beim SkatenUnter dem Thema "sehen und gesehen werden" ist Beleuchtung ein wichtiges Thema. Mit Lampen, LED-Bänder, Reflektoren und Warnwesten läuft man im dunkeln Winter weniger Gefahr "erlegt" zu werden. Immer bedenken das man der schwächste Verkehrsteilnehmer ist. Gute Erfahrungen haben wir mit Helmlampen gemacht, da man an dunkeln Stellen den Weg ausleuchten kann. Mehr Infoszum Thema Material gibts im Mitgliederbereich zu lesen, bzw. "interaktiv" Austausch mit den Mitgliedern beim Training. (c) Copyright speedfuchs.de / Speedskating Frankfurt e.V. - Alle Rechte vorbehalten. |
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